Das "Kallbach-Lied" von Kpl. Knibbeler

Das Kallbach-LiedDas Kallbach-Lied

 

1. Im stillen Tal, wo der Kallbach rauscht, steht meiner Eltern Haus.

Da ruht mach müder Wandersmann von langer Wanderung aus.

Das Rehlein springt im Tannenwald, sein Lager kenn ich genau.

Manch stolzer Hirsch durchschreitet kühn den Wald und die grünende Au.

 

2. Das Göcklein klingt vom Kirchlein klein am steilen Bergeshang.

Das Mühlrad rauscht im tiefen Grund bekannten traulichen Klang.

Das Fischlein schwimmt im klaren Bach, verdeckt unter Felsengestein.

Im hohen, tiefen Grase dort schlaf ruhig und friedlich ich ein.

 

3. Am Abend steigt der Nebel auf, es schwelgt der Vögelein Chor.

Von Ferne dringt des Käuzchens Ruf ernst mahnend an mein Ohr.

Dann schreit´ ich einher auf moos´gem Pfad und träum von sonnigem Glück.

An dich, mein stilles liebes Tal denk oft und gern ich zurück.

 

4. Man lobt und preist der Orte viel, gerühmt wird maches Tal:

nach dir du süße Heimat du, zieht es mich jedes Mal.

Und wenn ich einstens wiederkehr nach langer Lebensfahrt,

komm ich in mein stilles, liebes Tal in mein liebliches Simonskall.


Das "Kallbach-Lied" mit Noten - im PDF-Format