Wandern und Radfahren in der Eifel

Wander & RadfahrenFühren wirklich alle Wege nach Rom? Mag ja sein, aber ein Teil der schönsten Wanderwege haben ihren Ausgangspunkt im Kalltal, genauer: Vor dem Landhotel Kallbach. Rechnet man alle Strecken zusammen, die hier starten, kommt man auf die stolze Zahl von 250 km!

Das Kalltal selbst in seiner unberührten Urwüchsigkeit ist das Wanderparadies schlechthin. Dabei gibt es nicht nur Waldlandschaften zu bewundern, sondern auch zahlreiche Sehenswürdigkeiten wie z.B. den „Teufelsley", eine außergewöhnliche geologische Auffaltung des Rheinischen Schiefergebirges, die ursprünglich ca. 5.000 Meter unter der Erdoberfläche lag, aber heute dank Jahrmillionen von Erosion offen zutage tritt. Die kleine, ja winzige Ortschaft Simonskall bietet viel historisches Anschauungsmaterial, aus der Zeit der Gründung vor mehr als 400 Jahren, über die dunkle Epoche der Schlacht im Hürtgenwald gegen Ende des Zweiten Weltkriegs, bis hin zu unserer glücklicherweise friedvollen Gegenwart.

In unmittelbarer Nachbarschaft beginnt der Nationalpark Eifel, der sich von hier aus in südöstlicher Richtung erstreckt. Schon hinter dem nächsten Bergrücken, kaum zwei Stunden Wanderung entfernt,  liegt der zweitgrößte Stausee Deutschlands, der malerische Rur-Stausee mit seinen Nebengewässern. Hoch über dem See thront die ehemalige Ordensburg Vogelsang, gigantomanische Ausbildungsstätte der Nachwuchselite der Nazis, welche heute einer noch nicht ganz geklärten Zukunft entgegensieht.

Wendet man sich der anderen Seite des Kalltals zu und erklimmt die Höhe in nördlicher Richtung, ist man schnell im Tal der Wehe in ebenfalls urwüchsiger Waldlandschaft. Westlich davon beginnt das Gebiet von Raffelsbrand, einer nach dem Krieg entstandenen Ansiedlung von Gehöften, die an den amerikanischen mittleren Westen erinnert („looks mighty like back in Minnesota!", meinte kürzlich ein Besucher aus den USA). Dort führt ein einzigartiger, über Holzstege geführter Bodenerlebnispfad durch die Hochmoorlandschaft, welche hier wie auch im Hohen Venn über Jahrtausende die Landschaft prägte. Und wer es lieber etwas abenteuerlich mag: Ebenfalls zu Raffelsbrand gehört der kürzlich eingeweihte  Höhenerlebnispfad, wo man sich wie Tarzan von Baum zu Baum schwingen kann.

Wer es dagegen eher gemächlich angehen lassen und nicht sofort die Berge erklimmen mag, kann sich Kall abwärts wenden und - dem Bachlauf folgend - über die Mestrenger Mühle (Einkehr!) und Zweifallshammer bis Zerkall wandern, wo die Kall in die Rur mündet. Von dort geht es weiter nach Nideggen, oder - so man möchte - Richtung Düren. Folgt man dagegen dem Bachlauf aufwärts, führt ein sehr reizvoller Weg am Bach entlang zur Kalltalsperre - eine Umrundung lohnt sich sehr! Der Rückweg zum Landhotel Kallbach kann z.B. durch das Gebiet „Am Ochsenkopf" gewählt werden, wo Gedenksteine an das grausame Schicksal an dieser Stelle gefallener Kämpfer beider Seiten erinnern.

Viele der Wege sind auch für Radfahrer geeignet, vor allem dann, wenn sie sportlich ambitioniert mit dem Mountainbike unterwegs sind. Und wenn Sie das eigene Rad nicht dabei haben: Probieren Sie doch mal ein Leihrad mit elektrischer Kraftverstärkung, ein Pedelec! Diese Wunderräder können Sie natürlich auch im Landhotel Kallbach ausleihen, und es macht einfach Spaß, Steigungen scheinbar mühelos zu bewältigen, die normalerweise sehr viel Schweiß kosten würden.

Hier bieten wir Ihnen Karten der schönsten Wanderwege an, die vom Landhotel Kallbach ausgehen, und die Sie sich direkt an Ihrem Rechner ausdrucken können: